HERAUSFORDERUNG einfach machen

Lernen außerhalb des Klassenzimmers

Wie entdecken Jugendliche ihre Stärken? Wie lernen sie, mit Unsicherheit umzugehen, gemeinsam Lösungen zu finden und sich selbst etwas zuzutrauen? HERAUSFORDERUNG einfach machen setzt auf außerschulisches Erfahrungslernen. Die gemeinnützige Organisation unterstützt Schulen dabei, Herausforderungsprojekte als festen Bestandteil ihrer Lernkultur zu etablieren.

Die Idee: Jugendliche verlassen ihre gewohnte Umgebung, verfolgen eigene Ziele und stellen sich Aufgaben, die sie persönlich herausfordern. Ob eine Alpenüberquerung, ein eigenes Buch oder ein anderes selbst gewähltes Projekt: Die Jugendlichen entscheiden mit, was sie erleben und erreichen möchten. Dabei sammeln sie Erfahrungen, die im klassischen Unterricht oft zu kurz kommen. Sie lernen, Verantwortung zu übernehmen, als Team zusammenzuarbeiten und auch dann Lösungen zu finden, wenn nicht alles nach Plan läuft.

Aus einer Idee wird ein Lernfeld

HERAUSFORDERUNG einfach machen wurde 2019 als gemeinnützige GmbH gegründet. Die Organisation möchte erreichen, dass alle Jugendlichen die Möglichkeit erhalten, sich mindestens einmal einer persönlichen Herausforderung zu stellen und dabei ihre eigenen Fähigkeiten neu kennenzulernen.

Dabei geht es um mehr als eine besondere Erfahrung oder eine Klassenfahrt. Herausforderungsprojekte sind als pädagogisch begleitetes Bildungsprogramm konzipiert. Sie fördern selbstbestimmtes Lernen, stärken die Persönlichkeitsentwicklung und ermöglichen Jugendlichen, ihre Kompetenzen in realen Situationen anzuwenden.

Schulen bei der Umsetzung unterstützen

Ein neues Lernformat dauerhaft im Schulalltag zu verankern, bringt viele Fragen mit sich. Wie lässt sich das Projekt in den Stundenplan integrieren? Welche Vorbereitungen sind notwendig? Wie werden Eltern einbezogen und die Sicherheit der Jugendlichen gewährleistet?

Hier setzt die Arbeit von HERAUSFORDERUNG einfach machen an. Die Organisation begleitet Schulen von der ersten Idee über die Planung und Durchführung bis zur abschließenden Reflexion. Dafür bietet sie Konzeptworkshops, Fortbildungen, Materialien und persönliche Beratung. Checklisten, Elternbriefe, Leitfäden und Sicherheitskonzepte erleichtern die Organisation.

Die Unterstützung wird an die Bedürfnisse der jeweiligen Schule angepasst. Ziel ist es, Herausforderungsprojekte nachhaltig im Schulprogramm zu verankern, Lehrkräfte zu entlasten und sie dazu zu befähigen, das Lernformat künftig eigenständig umzusetzen.

Jugendliche begleiten, ohne ihnen den Weg vorzugeben

Die Jugendlichen entwickeln ihre Projekte selbst. Lehrkräfte übernehmen dabei zunehmend eine coachende Rolle: Sie unterstützen die Planung, geben Orientierung und helfen bei Bedarf, ohne den jungen Menschen die Entscheidungen abzunehmen.

Während der eigentlichen Herausforderung begleiten sogenannte Companions die Gruppen. Das sind in der Regel Studierende oder ehrenamtlich Engagierte, die für ihre Aufgabe geschult werden. Sie sorgen für Unterstützung und Sicherheit, während die Jugendlichen ihre Erfahrungen selbst gestalten.

Das Programm umfasst fünf Phasen: Inspiration, Planung, Umsetzung, Reflexion und Transfer. Die Jugendlichen entdecken ihre Stärken, entwickeln gemeinsam eine Herausforderung, setzen sie um und reflektieren anschließend ihre Erfahrungen. Abschließend übertragen sie ihre Erkenntnisse auf ihren Alltag.

Eine neue Erfahrung, die weiterwirkt

HERAUSFORDERUNG einfach machen verbindet Lernen mit dem wirklichen Leben. Die Organisation arbeitet mit Schulen zusammen, um Erfahrungslernen langfristig im Bildungssystem zu verankern. Im Mittelpunkt stehen junge Menschen, die ihre Fähigkeiten entdecken, Selbstvertrauen entwickeln und erfahren, dass sie auch schwierige Aufgaben bewältigen können.

So wird aus einer persönlichen Herausforderung ein Lernfeld, das über das einzelne Projekt hinauswirkt.